Neben dem ein oder anderen Erfolgserlebnis oder gemeinsam erlebtem Leid sind es die Akteure auf dem Rasen, die dem Modefan das Gefühl von Identifikation mit dem Verein geben. Ausgerechnet hier mangelt es jedoch beim FSV Frankfurt auf ganzer Linie. Von der Aufstiegsmannschaft, die vor zwei Jahren den sensationellen und überraschenden Aufstieg in die 2. Bundesliga möglich gemacht hat ist kaum noch einer da und auch die Mannschaft, die in der vergangenen Rückrunde auf unnachahmliche Art und Weise die Kohlen aus dem Feuer geholt hat ist fast komplett durch neue unbekannte Gesichter ersetzt worden. Wo ist Markus Kreuz, der letztes Jahr in Koblenz mit einem sehenswerten Weitschußtor, die Wende zum erste (und einzigen) Auswärtssieg der Saison einleitete? Wo ist Christian Mikolajczak, der mit seinem Tor gegen Nürnberg für grenzenlosen Jubel und den Klassenerhalt sorgte? Wo ist Angelo Barletta, der Kapitän der letzten Saison, der in den kritschen Momenten die Ärmel hochkrempelte und die entscheidenten Prozent mehr gab? Wo ist Youseff Mokthari, der letztes Jahr zu reduzierten Bezügen beim FSV anheuerte und einen großen Anteil am Klassenerhalt hatte? All diese Leute wurden fahrlässigerweise Abgegeben und durch durch mittlerweile 17 neue mehr oder weniger gesichtslose Akteure ersetzt. Doch wer sind diese Lagerbloms, Coulibalys oder Gledsons? Nach vier Spielen in der neuen Saison hat jedenfalls keiner dieser neuen Hoffnungsträger einen positiven Eindruck hinterlassen und so erscheint es nur logisch das der FSV nun nochmal nachlegte und ein deutsch/albanisches enfanf-terrible names Gjasula und einen gescheiterten Brasilianer aus Fürth namens Cidimar einkaufte. Zur Identifikation trägt das jedoch alles nicht bei. Helden werden nicht eingekauft, Helden entwickelt sich während der Saison. Durch Weitschußtore in Koblenz oder durch Siegtore gegen Nürnberg.
Samstag, 5. September 2009
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